Eine Vision von Hoffnung

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Das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium will mit neuen Kreuzen in den Schulsälen sichtbar zum Ausdruck bringen, dass nicht nur freudige Erlebnisse und schulische Leistungen, sondern auch das, woran Jugendliche schwer tragen, Raum im Schulleben haben soll.

„Gerade jetzt in der Corona-Pandemie ist dies besonders wichtig.“, sagt Schulseelsorgerin Katharina Ritter-Schardt. Sie will gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der achten und zehnten Jahrgangsstufen überlegen, wie diese Kreuze genau gestaltet und den einzelnen Klassen übergeben werden können. Deshalb lud sie (für 31.1.2022)  Pfr. Christan Olding (Geldern, NRW) an die Schule ein.
„Bei uns Christen geht es darum, zu dem zu stehen, was einem das Leben zugemutet hat.“ sagt der Buchautor und Priester, den die Jugendlichen bereits aus Online-Videos kennen. Und er weiß, wovon er redet. Offen und schonungslos ehrlich erzählt er den Schülerinnen und Schülern von seiner eigenen Lebensgeschichte: dem Tod seines Vaters, übersteigertem Leistungsstreben, verdrängter Trauer und wie er selbst Trost bei einem Kreuz gefunden hat. Mit einem Blick in die Bibel kommt er schließlich zu dem Schluss: „Man kann das Leid nicht überspringen. Aber, egal wie zerbrochen Du bist, es gibt einen Gott, der einen Neuanfang setzt. Das ist die Botschaft des Kreuzes.“

Für Olding ist das Kreuz nicht ein längst überholtes Symbol, sondern eine Ermutigung, zu sich selbst und den eigenen Wunden zu stehen. „Ich habe heute bei Pfr. Olding mitgenommen, wie wichtig es ist, sein Leben realer, abseits von Schönheitsidealen und Filter der sozialen Medien zu leben.“ fasst eine Schülerin der Klasse 8c zusammen. Eine gleichaltrige Jugendliche meint: „Ich habe gelernt, dass es in Ordnung ist, zu leiden und den Schmerz zuzulassen. Aber da ist wer, der dich versteht, jemand, bei dem man Hoffnung und Schutz suchen kann.“
Schulleiter Egbert Schlitz ist beeindruckt von den klaren Worten, mit denen der Priester die Jugendlichen verstehen lässt, dass das Kreuz an der Wand, auch etwas mit Ihrem ganz persönlichen Leben zu tun hat. Er bedauert, dass pandemiebedingt nur wenige Jugendliche Pfr. Olding direkt begegnen konnten und hofft daher, dass die gemachte Erfahrung nun durch die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassenstufen in die gesamte Schulgemeinschaft getragen wird.


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